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1946: Zu Ehren der Kardinalsweihe (18. Februar 1946) wurde die „Hörsterstraße“ in Dinklage in „Clemens-August-Straße“ umbenannt. Vermutlich, da das ehemalige Krankenhaus (heute St. Anna Hospiz) an der Straße liegt und dieses 1852 von der Familie von Galen (genauer Matthias Graf von Galen) gestiftet wurde.

05.03.1953: Eröffnung der Dinklager „Kardinal von Galen Grundschule“ in Dinklage. Die Schule wurde nach dem Kardinal benannt, da sein Leben und Handeln zum Vorbild für Viele wurde. In der Schule gedenkt man ihm besonders an seinem Geburtstag (16. März) und an seinem Todestag (22. März). Dann finden besondere Aktionen statt. Beispielsweise Projekttage, Kindertheater, Ausflüge zu den Wirkungsstätten des Kardinals und/oder Gedenkfeiern. Außerdem wird ihm im Unterricht gedacht. Zum 125. Geburtstag des Kardinals besuchte die Schule den Dom in Münster, wo man einen zuvor vorbereiteten Wortgottesdienst feierte und anlässlich der Seligsprechung (2005) verfassten die Schüler ein Gedicht. Generell gedenkt man dem Kardinal mit verschiedenen Bildern, einer Löwenstatue auf dem Flur und einer Gedenktafel am Schulgebäude (s.u.). Erwähnenswert ist ferner die enge Zusammenarbeit der Schule mit Stefan Graf von Galen, einem Großneffen des Kardinals. 1998 wurde er der Präsident des Trägervereins der deutschen Schule in Sao Paulo. Im Jahr 2008 initiierte er die Partnerschaft mit der Kardinal-von Galen-Schule, die 2009 ins Leben gerufen wurde. (Quelle: Brief von Frau Westerhoff, kom. Konrektorin der Kardinal-von-Galen-Schule)

24.10.1958: Zum 25. Jubiläum der Bischofweihe wurde ein Standbild des Kardinals vom Künstler Wilhelm Hanebal (aus Brüderich bei Düsseldorf) vor der Dinklager Kirche errichtet. Eingeweiht wurde das Standbild durch den Domkapitular Franz Vorwerk. Der Einweihung wohnten Tausende Zuschauer bei u.a. auch Verwandte des Kardinals. Es gab am Montag den, 27.10.1958 auch eine 30 minütige Radiosendung über die Einweihung (über UKW in der Rundschau am Abend). Leider konnten wir eine Aufnahme nicht ausfindig machen.

1960: Das „Clemens-August-Werk Dinklage e.V.“ (Volkshochschule für die Stadt Dinklage) wurde, im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft für katholische Erwachsenenbildung im Offizialatsbezirk Oldenburg, gegründet.

Sommer 1961 (vermutlich): Die Radiosendung des NDR „Funkbilder aus Niedersachsen“ berichtete 15 Minuten lang über Dinklage, die Burg und die Familie von Galen. Die Sendung enthält ebenfalls ein kurzes Interview mit Josef Hürkamp, dem damaligen Vorsitzenden des Dinklager Heimatvereines. Die Sendung können Sie hier anhören. Anmerkung: Die Audiodatei darf nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden.

1969: Eröffnung des „Kardinal von Galen Hauses“ (Förderschule mit der Möglichkeit zum Wohnen für Schüler mit einer Körperbehinderung) in Dinklage. Die Benennung der Schule  nach dem Kardinal war zwangsläufig, da er aus Dinklage kam und er sich in seinen Predigten sehr offensiv für die Interessen behinderter Menschen eingesetzt hatte. Im „Kardinal von Galen Haus“ wird dem Kardinal unter anderem durch ein Bild bzw. ein Porträt, eine Holzschnitzerei (Bischhofsstab von Ferdinand Starmann aus Neuenkirchen-Vörden – siehe unten) und durch einen jährlichen Festtag an seinem Geburtstag (16. März) geehrt. An diesem Tag gibt es einen gemeinsamen Schulgottesdienst, besondere Schulprojekte und in den Essensgruppen gibt es ein festliches Menü. (Quelle: Brief von Herrn Venth, Direktor des Kardinal-von-Galen-Hauses)

1969: Erschließung der „Von-Galen-Straße“ in Dinklage

22. März 1976: Der Dinklager Heimatverein veranstaltete, unter der Führung von Josef Hürkamp, eine Kardinal-von-Galen Wanderung von Dinklage nach Münster. Sie wurde abgehalten um dem 30. Todestag des Kardinals zu gedenken. Alle Teilnehmer, welche die Wanderung erfolgreich abschlossen, erhielten im Anschluss eine „Kardinal-von-Galen-Gedächtniswanderung“-Medaille.

16. März 1978: Der Dinklager Heimatverein veranstaltete, unter der Führung von Josef Hürkamp, eine Kardinal-von-Galen Gedächtniswanderung. 50 Personen im Alter von acht bis 80 nahmen dabei an der 120km langen Wanderung von Münster nach Dinklage teil. Verabschiedet wurde die Gruppe am Grab des Kardinals von Bischof Heinrich Tenhumberg. Alle Teilnehmer, welche die Wanderung erfolgreich abschlossen, erhielten im Anschluss eine „Kardinal-von-Galen-Gedächtniswanderung“-Medaille.

16. März 1978: Zum Gedenken an den 100. Geburtstag des Kardinals ließ die Spar- und Darlehenskasse Dinklage Gedächtnismünzen prägen (eine kleine goldene und eine große und silberne Münze) und bot sie zum Verkauf an.

09.04.1987: Zum Gedenken an den 100. Geburtstag des Kardinals brachte der Heimatverein Dinklage ein „Offizielles Gedenkblatt“ (in einer Auflagen von 500 Exemplaren) heraus. Es zeigt den „Löwen von Münster“ und abgestempelte 10 Pfennig Briefmarke der deutschen Bundespost.

1989: Bischofsstab im Kardinal von Galen Haus in Dinklage vom Künstler Ferdinand Starmann (aus Neuenkirchen-Vörden)

1992: Eröffnung der „Von Galen Apotheke“ in Dinklage

17. März 1996: Ausstellung über die Jugend von Kardinal Graf von Galen, welche dieser in Dinklage verbracht hatte. Die Ausstellung war im Dinklager Begegnungszentrum zu sehen und wanderte anschließend weiter ins Schulzentrum.

24. März 1996: Landrat Clemens August Krapp übergab der Stadt Dinklage ein Gemälde des Kardinals, welches extra zur Feier des 50. Todestages nach einer Originalvorlage angefertigt wurde. Es handelt sich dabei um eine Kopie eines Portraits, dass der Kirchenmaler Wilhelm Lauterbach 1951 angefertigt hatte. Der Maler ist Daniel Auseyeowski. Das Bild hing erst in der kath. Kirche St. Catharina und befindet sich jetzt im Dinklager Pfarramt.

26.01.2002: Eine bronzene Gedenkplatte an Kardinal von Galen wurde in den Boden der Burgkapelle eingelassen (über der galenschen Familiengruft). Sie wurde von einem Privatmann gestiftet und von der Lohner Firma Josef Dierkes hergestellt.

Sommer 2002: Errichtung der Clemens August Kapelle in der Kirche St. Catharina in Dinklage. Initiiert durch den damaligen Pfarrer Kurt Schulte.

18.09.2005: Vigilfeier auf der Burg Dinklage zu Ehren des Kardinals.

Oktober 2005: Pilgerfahrt nach Rom zur Seligsprechung. Landräte, Kommunalpolitiker, Heimatbundvertreter und andere Interessierte flogen von Hamburg aus in die heilige Stadt. Ausgerüstet waren sie mit einem „Pilgerpaket“. Es umfasste einen gelben Schall mit Galen-Konterfei, das Bistumsjubiläumskreuz, eine passende Baseballmütze, Anstecknadeln und ein Liederbuch.

Oktober 2005: Der Heimatverein Dinklage ließ 300 Gedenkmünzen an Kardinal von Galen prägen, dessen Erlös u.a. die Finanzierung des Ambossbrunnens ermöglichte. Eine Münze kostete damals 20 Euro. Mit dem Herrn Glandorf vom Heimatverein Dinklage konnten wir ein Interview führen.

16.10. 2005: Einfügung der Reliquie (Knochenteil der rechten Hand) des neuen Seligen Kardinal Graf von Galen in das Reliquiar in der Clemens August Kapelle in der Dinklager Kirche St. Catharina durch Diözesanbischof Dr. Reinhard Lettmann

2005: Einfügung einer Reliquie (ebenfalls ein Knochenteil der rechten Hand des Kardinals) in das Reliquiar in der Burgkapelle St. Augustinus in Dinklage.

2005: Aufstellung der Kardinal von Galen Gedenkwand (erstellt vom Bistumsarchiv Münster) vor der Burgkapelle. Nun sind die einzeln Tafeln der Wand im alten Backhaus (ganz in der Nähe der Burgkapelle und der Mutausstellung) zu sehen, da sie hier vor Wind und Wetter geschützt sind (vorher stand die Gedenkwand Draußen).

26.03.2006: Einweihung des Ambossbrunnens vom Künstler Ernst Rasche (aus Mühlheim an der Ruhr) vor der Kirche St. Catharina in Dinklage durch den ehemaligen Offizial und Weihbischof Heinrich Timmerevers. Nach der Einweihung könnten sich (vor allem Kinder) selber eine Gedenkmünze auf Zinn prägen. Dies war ebenfalls eine Aktion des Heimatvereins Dinklage.

März 2006: Ein Jahr nach der Seligsprechung entstand 2006 in Dinklage die Aktion “Lichtzeichen”. Der BDKJ (= Bund der Deutschen Katholischen Jugend) will mit dieser Aktion, gemeinsam mit den Jugendlichen vor Ort, ein Zeichen für Toleranz und Menschenwürde in Sinne des Kardinals setzen. Und so pilgern seit 2006 jährlich ca. 150-200 Jugendliche im März (=Geburtsmonat des Kardinals) von der Begegnungsstätte in Dinklage zur Kapelle der Benediktinerinnenabtei St. Scholastika. Die nächste Aktion findet am 16.03.2017 statt.

Ende 2006: In Dinklage wurde ein Kalender (zu Kardinal von Galen) für das Jahr 2007 zu verkauft. Es handelte sich hierbei um einen Fotokalender, welcher vor allem Fotos aus Dinklage zeigt, die in Verbindung mit seiner Seligsprechung stehen. Gedruckt wurde der Kalender von der Druckerei B. Heimann GmbH in Dinklage, doch wer diesen Kalender entworfen hat, konnten wir nicht in Erfahrung bringen.

2007: Seit 2007 bietet das Bistum Münster Seniorenwallfahrten nach Dinklage an, welche seither bis zu 265 Teilnehmer hatte. Diese laufen wie folgt ab: Erst gibt es einen Gottesdienst mit einer Predigt, welche sich mit dem „Verehrungsanliegen“ befasst (hier: der selige Kardinal von Galen), anschließend kann man einen „Pilgersegen“ empfangen und sich dann „besonderen Angeboten“ widmen, die ebenfalls das Verehrungsanliegen im Blick haben (Beispielsweise: Besuch der „Mutausstellung“). Jeder Wallfahrtsort des Bistums wird in einem 2-Jahresrythmus besucht. Die nächste Wallfahrt nach Dinklage findet am 07.06.2017 statt. Mehr dazu im Flyer der Seniorenwallfahrten 2017 sowie eine Kurzbeschreibung zu Dinklage als Wallfahrtsort aus dem Heft „Texte für Unterwegs. Seniorenwallfahrten 2015“ vom Bistum Münster.

Seit 2008: Enge Partnerschaft von Stefan Graf von Galen, einem Großneffen des Kardinals, mit der Stadt Dinklage. Er besucht Dinklage regelmäßig und lädt dabei den Bürgermeister, die Rektorin der Kardinal von Galen Grundschule, die Äbtissin der Burg Dinklage, Pfarrer Clemens Heitmann und den Heimatverein Dinklage zum Essen bei „Susen“ (Hotel Rheinischer Hof) ein und man spricht darüber, was man tun kann, um das Andenken und die Partnerschaft aufrechtzuerhalten. Der nächste Besuch steht am 24.02.2017 an.

Ende 2009: Die „Kardinal von Galen Stiftung Burg Dinklage“ wurde von den Benediktinerinnen der St. Scholastika Abtei auf Burg Dinklage gegründet.

15. Juli 2012: Enthüllung einer Gedenktafel an der Kardinal-von-Galen Grundschule in Dinklage am Klinghammer Weg. Die Gedenktafel berichtet vom Leben und Wirken des Kardinals und der geschichtlichen Entwicklung der Schule. Sie wurde von dem Dinklager Künstler Diedel Heidemann entworfen.

01.09.2013: Einweihung der „Mutausstellung“ (Mut. Wozu? Warum?) in der Dinklager Burg (bzw. im alten Försterhaus) durch den Bischof von Münster, Felix Genn. Ein Highlight der Ausstellung ist die Taufgarnitur der Familie von Galen.

03.09.2013: Der Dinklager Pfarrer Johannes Kabon erhielt das Schreibtischbild der Mutter des Kardinals (das spätere Schreibtischbild des Kardinals) von Dr. Christina Gräfin Nesselrode, einer Großnichte des Kardinals. Ihre Mutter hatte das Bild, zusammen mit einem handschriftlichen Text des Kardinals, der Pfarrgemeinde vermacht. Das Bild hängt seither im Pfarramt Dinklage, genauso wie ein Foto Kardinals und ein großes Ölgemälde des Kardinals, welches zuvor in der Pfarrkirche St. Catharina gehangen hatte.

2014: Eröffnung der „Kardinal von Galen Ausstellung“ in der Dinklager Kirche St. Catharina. Die Ausstellung enthält unter anderem eine seltene Bronzebüste, welche nach der Totenmaske des Kardinals gegossen wurde, seine Mitra und sein Missale (=Messbuch). Wir hatten auch die Möglichkeit ein Interview mit Pfarrer Clemens Heitmann zu führen, welcher die Ausstellung zusammengetragen hat.

Dezember 2014: Der Lokalsender „Regio TV“ brachte eine Reportage zur „Kardinal von Galen Ausstellung“ in der Dinklager Kirche St. Catharina.

Oktober 2015: Aufstellung der „Mutkugel“ vom Künstler Alfred Bullermann (aus Friesoythe) am Dinklager Ring. Die Mutkugel wurde in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern der „Kardinal-von-Galen-Grundschule“ und des „Kardinal-von-Galen-Hauses“ entworfen.

23.08.2016: NDR 1 Niedersachsen Kulturspiegel. Eine kurze Radioreportage über die Burg Dinklage, die Familie von Dinklage, die Familie von Galen und das Kloster. Anmerkung: Die Audiodatei darf nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden.

Außerdem:

  • gab es immer wieder Gedächtnis Gottesdienste, -feiern und Festkonzerte.
  • wurden viele Bücher und Zeitschriften publiziert. Hier ein Link zum Dinklager Heimatverein, welcher bereits eine gelungene Auflistung vorgenommen hat.
  • gab es Fachvorträge von Gastrednern und Diashows über den Kardinal.
  • wird dem Kardinal jeden Mittwoch in der 9 Uhr Messe in der Dinklager Kirche St. Catharina gedacht.
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